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Künstliche Befruchtung für viele Paare zu teuer

 





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27. Oktober 2009
 
Künstliche Befruchtung für viele Paare zu teuer
 

Darmstadt, den 27. Oktober 2009 – Der unerfüllte Kinderwunsch lastet schwer auf einer Beziehung. Immer mehr Paare in Deutschland sprechen mittlerweile ganz offen darüber, sogar vor einem Millionenpublikum: Auf RTL2 läuft heute (27.) „Wunschkinder – Der Traum vom Babyglück“ an. Eine Woche später (2.11.) startet auf Sat.1 „Deutschland wird schwanger“. Die beiden Doku-Serien thematisieren ein gravierendes Problem: Die dramatische Kürzung der Erstattung für die künstliche Befruchtung in der gesetzlichen Krankenversicherung im Jahr 2004. Sie hat sich für viele Paare als finanzielle Hürde zum Wunschkind entwickelt.

Die beiden TV-Serien veranschaulichen: Vielen Paaren fehlt es an finanziellen Mitteln, um eine künstliche Befruchtung durchführen zu lassen oder das Ersparte reicht nicht für die erforderliche Anzahl an Behandlungszyklen. Würde der Staat bundesweit 50 Prozent des Eigenanteils der Kinderwunschpaare als Steuerzuschuss übernehmen, könnten in Deutschland bis zu 7.900 Kinder jährlich mehr zur Welt kommen, hat das Berliner IGES-Institut in einer Studie ermittelt. Dies wären mehr Kinder, als im Saarland im vergangenen Jahr geboren wurden.

Noch vor wenigen Jahren bezahlten die gesetzlichen Krankenkassen bis zu vier Behandlungsversuche vollständig. Seit 2004 werden die Kosten für maximal drei Versuche nur noch zur Hälfte übernommen. Für den vierten und alle weiteren Behandlungsversuche gibt es überhaupt keinen Zuschuss mehr. Diese Eingriffe müssen die ungewollt kinderlosen Paare vollständig aus eigener Tasche bezahlen.

Häufig summiert sich der Eigenanteil der Kinderwunschpaare über mehrere Behandlungsversuche auf viele tausend Euro. Die Kosten einer In-vitro-Fertilisation (IVF), bei der Samen und Eizelle in einem Reagenzglas zusammengebracht werden, betragen rund 3.200 Euro. Die so genannte intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI), bei der ein Spermium direkt in die Eizelle injiziert wird, schlägt mit etwa 3.600 Euro zu Buche.

Seit der Einschränkung der Erstattung durch die Krankenkassen ist die Anzahl der Kinder, die aufgrund einer künstlichen Befruchtung geboren wurden, schlagartig um rund 50 Prozent zurückgegangen: von 19.000 (2003) auf rund 10.000 ab dem Jahr 2004. Reagiert hat darauf bislang nur Sachsen: Seit März 2009 zahlt das Bundesland ungewollt kinderlosen Ehepaaren einen finanziellen Zuschuss für die Behandlung aus Landesmitteln.

Die IGES-Studie verdeutlichte zudem, dass privat versicherte Paare den gesetzlich versicherten Paaren gegenüber deutlich im Vorteil sind. Sie haben eine achtfach höhere Chance, über die Inanspruchnahme einer reproduktionsmedizinischen Behandlung ein Kind zu bekommen als gesetzlich Versicherte. Denn die privaten Krankenversicherungen übernehmen die Kosten einer künstlichen Befruchtung in der Regel vollständig.


Hinweis an die Redaktionen:
Die Vollversion der IGES-Studie „Finanzielle Zuschüsse zur medizinisch unterstützten Fortpflanzung (künstlichen Befruchtung) aus Steuermitteln“ kann auf der Internetseite www.iges.de/presse07/pressearchiv/repromed/index_ger.html abgerufen werden.



Pressemeldungen von Merck Serono in Deutschland werden zeitnah im Internet unter www.merckserono.de  veröffentlicht.

Die Merck Pharma GmbH und die Serono GmbH sind eigenständige Tochtergesellschaften der Merck-Gruppe mit Sitz in Darmstadt. Die beiden Unternehmen sind innerhalb der Sparte Merck Serono für Marketing und Vertrieb von verschreibungspflichtigen Originalarzneimitteln in Deutschland verantwortlich.

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Merck Serono ist die Sparte von Merck für verschreibungspflichtige Originalarzneimittel mit Hauptsitz in Genf, Schweiz. Merck Serono erforscht, entwickelt, produziert und vermarktet sowohl innovative Biopharmazeutika als auch Medikamente aus kleinen Molekülen, um Patienten bei Erkrankungen mit hohem therapeutischem Bedarf zu helfen. In Nordamerika (Vereinigte Staaten und Kanada) werden die Geschäfte unter dem Namen EMD Serono geführt. Merck Serono verfügt über führende Marken, die Patienten bei Krebs, Multipler Sklerose, Unfruchtbarkeit sowie metabolischen und kardiometabolischen Erkrankungen zugute kommen. Mit jährlichen F&E-Investitionen in Höhe von 1 Mrd. € engagieren wir uns für den Ausbau unseres Geschäftes in Therapiebereichen mit hohem Spezialisierungsgrad, wie z. B. Neurologie und Onkologie, aber auch in neuen Therapiebereichen, die sich potenziell aus unserer Forschung und Entwicklung im Bereich Autoimmun- und Entzündungserkrankungen ergeben können.

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Merck ist ein weltweit tätiges Pharma- und Chemieunternehmen mit Gesamterlösen von 7,6 Mrd. € im Jahr 2008, einer Geschichte, die 1668 begann, und einer Zukunft, die 32.700 Mitarbeiter in 60 Ländern gestalten. Innovationen unternehmerisch denkender und handelnder Mitarbeiter charakterisieren den Erfolg. Merck bündelt die operativen Tätigkeiten unter dem Dach der Merck KGaA, an der die Familie Merck mittelbar zu rund 70 Prozent und freie Aktionäre zu rund 30 Prozent beteiligt sind. Die einstige US-Tochtergesellschaft Merck & Co. ist seit 1917 ein von der Merck-Gruppe vollständig unabhängiges Unternehmen.

 
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