Als Kopf-Hals-Tumore werden unterschiedliche Krebsformen im Bereich des Kopfes bezeichnet. Es können der Mund (mit Mundhöhle, Zunge, Mundboden und Lippen), der Nasen- und Mundrachenraum sowie der Kehlkopf betroffen sein. In mehr als 90% der Fälle ist die Schleimhaut der Entstehungspunkt des Krebs. Ist dies der Fall, wird er als Plattenepithelkarzinom des Kopfes und Halses (SCCHN) bezeichnet. In Deutschland erkranken etwa 15 600 Menschen jährlich an dieser Krebsform.
Kopf-Hals-Tumore sind für die Betroffenen besonders belastend, da die Erkrankung sowie auch die mit ihr verbundenen chirurgischen Eingriffe häufig das Erscheinungsbild stark verändern und alltägliche Aktivitäten wie Essen und Trinken, Atmen und Sprechen deutlich beeinträchtigen.
Die Behandlung von Kopf-Hals-Tumoren hängt davon ab, wo sich der Tumor genau befindet, wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist und wie der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten ist. Generell stehen Operationen, Strahlen- und Chemotherapie sowie die Kombination der Behandlung mit Antikörpern, die sich gezielt gegen Krebszellen richten, zur Verfügung. In den meisten Fällen erfolgt eine Kombination unterschiedlicher Behandlungsformen.