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Wachstumshormonmangel

Childhood Growth Hormone
Das menschliche Wachstumshormon Somatropin wird in der Hirnanhangdrüse gebildet und steuert viele Prozesse im menschlichen Körper. Es spielt eine zentrale Rolle im Wachstumsprozess von Kindern und Jugendlichen. Doch auch bei Erwachsenen hat Somatropin wichtige Aufgaben und wirkt auf unterschiedliche Stoffwechselprozesse und physiologische Vorgänge im Körper.
Ein Wachstumshormonmangel tritt auf, wenn die Hirnanhangdrüse nicht in der Lage ist, ausreichende Mengen an Wachstumshormon zu produzieren oder auszuschütten. In anderen Fällen ist eine ausreichende Menge des Hormons vorhanden, der Körper reagiert jedoch nicht auf die Signale des Botenstoffs.
 
Bei Kindern beeinträchtigt ein Wachstumshormonmangel die Entwicklung auf unterschiedliche Weise. Er führt zu Kleinwuchs, einer verzögerten Reifung und der Unfähigkeit, starke Knochen auszubilden. Außerdem kann das Gesicht einen kindlichen Ausdruck behalten und im Bauchbereich kann es zur vermehrten Fettansammlung kommen. Je früher eine Wachstumsstörung diagnostiziert wird, umso größer sind die Chancen für ein Kind, eine normale Größe zu erreichen und sein volles Wachstumspotenzial auszuschöpfen. In vielen Fällen kann durch eine Behandlung mit Wachstumshormon der Mangel ausgeglichen werden. Doch auch andere Wachstumsstörungen können mit Wachstumshormonen behandelt werden.
Merck Serono bietet mit einem biotechnologisch hergestellten Wachstumshormon eine innovative therapeutische Lösung, die sich durch eine hohe Reinheit und Qualität auszeichnet.

Wachstumsstörungen können unterschiedliche Ursachen haben. In vielen Fällen können sie mit Wachstumshormonen behandelt werden. Zu den Erkrankungen, bei denen eine Wachstumshormontherapie in Frage kommt gehören:

  • Wachstumshormonmangel: Er kann unterschiedliche Gründe haben. Besteht er von Geburt an, liegt meistens ein genetischer Defekt zugrunde. In anderen Fällen liegt eine Schädigung der Hirnanhangdrüse vor. Die Folge ist eine Verminderung des Wachstums und der Wachstumsgeschwindigkeit.
  • SGA-Syndrom: Kinder mit zu geringem Geburtsgewicht (SGA-Syndrom) sind kleiner oder leichter, als es die Schwangerschaftsdauer erwarten lässt. Ursachen können u. a. eine Störung des Erbguts oder Infektionskrankheiten vor der Geburt sein. Nicht alle Kinder mit SGA-Syndrom holen die Verzögerung des Wachstums in der weiteren Entwicklung auf.
  • Ullrich-Turner-Syndrom (UTS): Das UTS ist eine Besonderheit im Erbgut, die nur bei Mädchen bzw. Frauen vorkommt. Das X-Chromosomenpaar, das für die Ausbildung des Geschlechts verantwortlich ist, ist verändert. Die Ausprägung ist sehr unterschiedlich, die Ursachen sind nicht bekannt. Mädchen mit UTS sind bei der Geburt häufig sehr klein und erreichen auch als Erwachsene oft nur eine Größe von durchschnittlich 146 cm.
  • Nierenfunktionsstörungen (chronische Niereninsuffizienz): Auch eine Nierenfunktionsstörung kann das Wachstum aufhalten. Ursachen können angeborene Fehlbildungen der Nieren oder Nierenerkrankungen sein. Durch eine Nierenfunktionsstörung werden sowohl der Stoffwechsel als auch der Hormonhaushalt verändert. Dies kann bei Kindern das Wachstum, die Entwicklung und auch den Ablauf der Pubertät beeinträchtigen.
  • Mit Beendigung des Wachstums wird die Ausschüttung von Wachstumshormon geringer. Es wird jedoch nach wie vor vom Körper benötigt.
  • Bei Erwachsenen kann ein Wachstumshormonmangel Auswirkungen auf den Fettstoffwechsel, den Aufbau von Muskeln und Knochen sowie die seelische Verfassung haben.
  • Die Folgen eines Mangels können unterschiedlich sein und eine unterschiedliche Ausprägung haben: Gewichtszunahme, Abnahme von Muskelmasse und Kraft, Schwäche, häufige Erschöpfung und Depression zählen dazu.
  • Eine Wachstumshormonbehandlung kann den Mangel ausgleichen. Ob nach Abschluss des Wachstums ein Mangel behandelt wird, hängt von der Stärke der Beschwerden ab.
 
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